PS PR1 - Vereda do Pico Branco e Terra Chã

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Auf diesem Weg auf Porto Santo sollten Sie entweder sehr, sehr langsam laufen oder Sie verbringen einige Zeit um sich die Insel näher anzusehen oder verweilen am Strand während Sie die Rückkehr der Fähre erwarten.

 

Den Ausgangspunkt des Wanderweges bildet die Regionalstraße E.R.111. Folgt man dem Pfad, der zum Gipfel des Pico Branco führt, stößt man auf eine gewaltige prismatische Felsformation, in die der Weg selbst gehauen wurde - genannt Rocha Quebrada (Gebrochener Fels). Die steilste Stelle der Strecke wird von einem Zaun aus Heidekraut begrenzt. Der Anstieg endet in einer Felsspalte des Berges Cabeço do Caranguejo.

Der Wanderpfad führt durch eine Landschaft, die hauptsächlich von Monterey-Zypressen (Cupressus macrocarpa) beherrscht wird, bis man an eine Weggabelung gelangt, die nach rechts zum Terra Chã (flaches Land) und nach links zum Pico Branco, dem zweithöchsten Berg von Porto Santo führt. Der Pico Branco erhielt seinen Namen wegen einer weißen Steinsäule, bei der früher die Färberflechte Urzela in großen Mengen wuchs. Diese Pflanze wurde von Porto Santo zur Farbstoffproduktion und zur Herstellung anderer Färbeprodukte exportiert.

Das Gebiet des Pico Branco und Terra Chã bietet Lebensraum für Endemismen in Flora und Fauna (Binnenmolusken - Schnecken) und gehört deshalb zum Schutzgebietssystem der EU, Natura 2000, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, für Gebiete von gemeinschaftlichem Interesse.

Es ist der Ort auf der Insel Porto Santo, an dem die meisten der am besten erhaltensten einheimischen Pflanzen zu finden sind, da diese durch das schroffe Relief der Region geschützt sind und sich zumeist an schwer zugänglichen Böschungen befinden. Die einheimische Vegetation besteht hauptsächlich aus kraut- und strauchartigen Gewächsen.

Hier leben zwei Arten von Meeresvögeln, der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris diomedea borealis) und die Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo).

In der Region Terra Chã gibt es ein Steinhaus, das vor kurzem restauriert wurde, und von dem aus die Verbreitung endemischer Pflanzen und ihre Wiedereinführung in das Gebiet unterstützt und wissenschaftliche Studien durchgeführt werden sollen.

Unterhalb des Terra Chã befindet sich die Furna dos Homiziados (Höhle der Flüchtlinge), ein altes Flüchtlingsversteck, in dem sich, laut Überlieferung, Menschen verborgen hielten, die vor dem Gesetz und vor Überfällen algerischer Piraten geflohen waren. Der Legende nach soll einmal in einer solchen Notsituation die Höhlendecke eingestürzt sein und alle dort befindlichen Geflohenen unter sich begraben haben.

Von den unzähligen natürlichen Aussichtspunkten, die der Wanderpfad bietet, kann man einen Großteil der Insel Porto Santo überblicken, so z.B.: Serra de Dentro, Pico do Concelho, Ilhéu de Cima, Pico do Maçarico, Portela, Rocha de Nossa Senhora, die Stadt, einen Teil des Strandes, Pico Ana Ferreira, Espigão dos Morenos, Calheta und die Felsinsel Ilhéu de Baixo.

Dieser Pfad wurde ursprünglich für die Eselskarren angelegt, die von den Einheimischen zur Aussaat von Gerste im Terra Chã benötigt wurden.

Zurück geht es auf demselben Weg.
 

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