Prophetenlegende

Im 16. Jahrhundert lebte auf der Insel, an einer einsamen Stelle im Norden, ein Eremit, der Schäfer war, wenig Kontakte mit den Einwohnern pflegte und als wild und unbezähmbar galt. Er nutzte die geheimnisvolle Atmospähre die um ihn entstanden war und gab sich als Prophet des Heiligen Geistes aus.

Eines Nachts stieg er ins Dorf hinunter und weckte alle Bewohner mit einer Glocke. Er behauptete, der Heilige Geist würde seine Seele besetzen und ihm befehlen, alle Schuld und Fehler der Dorfbewohner öffentlich zu bekennen. Die Dorfbewohner glaubten dem „Propheten“, bis eines Tages drei Männer, die ihn als Lügner entlarvten, in Machico bei den Behörden Klage erhoben.

Der Prophet und seine Nichte Filipa, die auch in die Lügengeschichte verwickelt war, wurden vor das Gericht des Königs gebracht. Sie wurden dazu verurteilt, während der Dienstagsmesse vor der Kathedrale von Évora mit brennenden Wachskerzen in der Hand zu stehen, und mit Schildern auf welchen stand: „Propheten von Porto Santo“.

Die Bewohner Porto Santos werden aufgrund dieser Geschichte noch heute „Propheten“ genannt.
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